Schulstufen
Vom Schuleintritt bis zur Berufswahl begleiten wir die Kinder auf ihrem Weg. Jede Stufe fördert Kopf, Herz und Hand – individuell, lebendig und lebensnah. So entsteht ein Lernumfeld, in dem Kinder sich entfalten, Verantwortung übernehmen und ihre Stärken entdecken können.
Schulstufen im Überblick
Unterstufe Klassen 1+2+3
Der Unterricht an der Unterstufe will ganz nach Pestalozzi Kopf, Herz und Hand des Kindes gleichermassen bilden. Der Schuleintritt und damit die ersten Unterstufenjahre sind keine Vorbereitung auf das Leben, sondern ein wichtiges Stück Leben, das es zusammen mit den Kindern zu gestalten gilt. Die Unterstufe soll aber vorbereiten auf das selbständige Lernen in der Mittelstufe und darum das Kind in den Kulturtechniken lesen, schreiben und rechnen nach seinen Fähigkeiten gezielt fördern.
Der Unterricht an unserer Schule ist erlebnisorientiert. Handeln und Anschauung stehen im Vordergrund. Durch dieses Begreifen erfährt das Kind vielfältige Sinneseindrücke, die zu einem tieferen Verständnis führen. Die Lerninhalte werden kindsgerecht ausgewählt und dürfen vom Kind niemals nur im Kopf bewegt werden, sondern müssen bei ihm immer auch das Gemüt ansprechen.
Mittelstufe Klassen 4+5
Der Grundsatz der ganzheitlichen Bildung wird in der Mittelstufe (4. und 5. Klasse) fortgesetzt. Dabei kann auf den Fähigkeiten und Fertigkeiten, welche die Kinder in der Unterstufe eingeübt haben, aufgebaut werden. Eingebettet in einer positiven Lernatmosphäre sollen Anschauung und Üben mit verschiedenen Lernformen die Freude am Lernen stets neu ermöglichen. Dabei wird der Individualität des Kindes Rechnung getragen. Grossen Wert wird auf sorgfältiges Arbeiten gelegt.
Gesang, Malerei sowie Begegnung und Auseinandersetzung mit Kunst gehören ebenso zum Unterricht wie regelmässige Lehrausgänge, welche einen konkreten Einblick ins jeweilige Thema ermöglichen. In Projekten (z. B. Theater) werden die Talente und Neigungen der Kinder gezielt gefördert.
Oberstufe I Klassen 6+7
In der Oberstufe I geben Mittel- und Oberstufe einander die Hand. Dadurch, dass die 6. Klasse und 1. Oberstufe in der gleichen Klasse lernen, wird der Stufenübertritt Primar→Sek weitgehend abgefedert. Mathematik- und Fremdsprachunterricht finden in den Jahrgangsklassen statt. Der Klassenlehrer erteilt weiterhin einen Grossteil des Unterrichts.
Die sich im Übergang zum Jugendalter befindenden Kinder lernen gezielt, Zeitplanung und Schulmaterial zu organisieren und den Lernprozess immer selbständiger zu steuern. In behutsamen Schritten öffnen sie ihren Blick für gesellschaftliche und lebenskundliche Themen, wie Wirtschaft und Konsum, Verantwortung für die Gesellschaft, Geschichte und Gegenwart, Ich-Findung, Christsein in unserer Welt usw.
Trotz Einübung des Zehnfingersystems auf der Computertastatur besitzt das handschriftliche Schreiben und die Heftgestaltung einen hohen Stellenwert. Für die Handfertigkeit wählen die Schüler zwischen Textil- und Holzwerken. Klassenprojekte wie die Organisation eines Weihnachtsmarktes, die Mitgestaltung des Klassenlagers, dazu der wöchentliche Chorgesang und ein Theater alle zwei Jahre bereichern den Schulalltag.
Oberstufe II Klassen 8+9
In der Oberstufe II sind die 8. und 9. Klasse zusammengefasst. Nun steht klar die Berufswahl im Vordergrund. Es gilt die persönlichen Talente und Neigungen genau unter die Lupe zu nehmen und daraus einen Berufswunsch reifen zu lassen. Die Schüler knüpfen Kontakte mit der Berufswelt durch Schnuppern, den Besuch des Berufsberaters, die Teilnahme an Sonderwochen (z.B. Bergwaldprojekt) und den Besuch von Berufsmessen. Daneben bereiten sich einige Schüler für Aufnahmeprüfungen an Mittelschulen vor. Verschiedene Tests (Stellwerk-Check) geben Auskunft über den Leistungsstand und helfen in der Berufsfindung.
Sehr wichtig ist weiterhin das vertiefende Arbeiten in den Schulfächern, damit die Pestalozzischüler «berufsfit» werden. Auch die handwerklichen und musischen Fähigkeiten der Schüler werden gefördert in den Fächern «Kochen», «Werken Metall», «Werken Textil», in diversen Projekten sowie den Schwerpunktfächern.
Immer mehr wird das selbständige Arbeiten wichtig. Die Schüler sollen ein Thema eigenständig bearbeiten und präsentieren können. Dabei verwenden wir selbstverständlich auch neue Medien wie Computer, Tablets, Internet sowie Textverarbeitungs- und Präsentationsprogramme.
«Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.»